Weihnachten irgendwo im Nirgendwo - eine Familie, ein Camper und der leise Wunsch nach mehr Zeit

Shownotes

Es beginnt mit einer E-Mail. Kurz. Offen. Mutig. Lissy und Tobias brechen auf. Vier Kinder reisen mit. Elias, Julius, Niklas und Louis. Dazu Hund Kleo. Seit September lebt die Familie im Camper. Ein Ziel gibt es nicht. Der Weg wird zur Geschichte. Straßen führen ans Meer. Grenzen verlieren Bedeutung. Tage richten sich nach Wetter und Stimmung. Schule läuft online. Arbeit pausiert bewusst. Nähe entsteht nicht automatisch. Nähe fordert Geduld, Ruhe und Aufmerksamkeit. Genau darin liegt der Wert dieser Reise. Weihnachten feiern sie irgendwo im Nirgendwo. Im Camper. Am Strand. Ohne Ort, ohne Plan, ohne Erwartungen. Mit Lagerfeuer, Fisch und Zeit. Lissy sagt: "Wir wollten Zeit als Familie." Tobias ergänzt: "Hier bleibt nur der Strand und wir selbst." Konflikte gehören dazu. Stille auch. Erinnerungen wachsen langsam. Zuhause rückt in die Ferne. Etwas Neues entsteht. Lissys Herzenswunsch: Gesundheit - und eine Leichtigkeit, die bleibt.

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00:00:00: Ja, das ist einfach so besonders, denke ich.

00:00:02: Diese Zeit prägt uns als Familie ganz arg.

00:00:05: Das schätzen wir eben sehr.

00:00:09: Es fing an mit einer E-Mail.

00:00:12: Hey, ich wollte mal kurz informieren.

00:00:14: Plan einen längeren Auslandsaufenthalt, so sechs bis neun Monate, nur, dass du Bescheid weißt.

00:00:21: Okay, das klingt interessant, bis geheimnisvoll.

00:00:24: Und der Journalist in mir hat natürlich über ein tausend Fragen.

00:00:28: Und schon die erste Antwort hat mich gepackt.

00:00:30: Wir gehen auf Weltreise.

00:00:32: Und die Kinder?

00:00:33: Nehmen wir mit.

00:00:34: Ja, ist ja logisch, irgendwie.

00:00:37: Aber ich bin Andreas und wenn ihr nur halb so neugierig seid wie ich, dann kommt ihr jetzt einfach mit.

00:01:00: Mit dem Wohnmobil.

00:01:02: Und das seit September noch bis Mai so ungefähr.

00:01:05: Und das heißt, Weihnachten wird irgendwo im Nirgendwo gefeiert.

00:01:09: Und zwar im Camper.

00:01:11: Nicht im Stall.

00:01:12: Die Route bislang über das Algorith, Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien, Albanien, bis nach Griechenland.

00:01:20: Und heute treffen wir euch auf Kreta Kalimera.

00:01:24: Wie geht's euch denn?

00:01:25: Lasst mal was von euch hören.

00:01:27: Das ist ja hier richtig voll bei euch im Camper.

00:01:30: Ja, Jassas, sagen wir alle mal Jassas.

00:01:33: Jassas, der typisch griechische Weihnachtsgruß, ne?

00:01:36: Mensch, eine glückliche Familie auf Reisen, das ist ja wirklich herrlich.

00:01:40: Jetzt seid ihr schon ein paar Wochen bis Monate unterwegs.

00:01:43: Wie geht's, warst du die richtige Entscheidung, einfach aufzubrechen, einfach loszulassen?

00:01:49: Geht's ja gut.

00:01:50: Danke Andreas, auch für die schöne Vorstellung.

00:01:52: Und es geht's, ich würde sagen, richtig gut, oder?

00:01:55: Wir hatten gestern, von zwanzig Grad, heute, dreieinzwanzig Grad.

00:01:59: Wir haben gerade einen wunderschönen Platz am Meer.

00:02:02: Eigentlich stehen wir fast immer mehr mit dem Camper.

00:02:05: Wir genießen natürlich diese Auszeit in der Wärme.

00:02:08: Das war ja auch ein bisschen der Grund, warum wir über den Winter.

00:02:11: Den.

00:02:12: Irgendwie ist das nachvollziehbar auf jeden Fall, ne?

00:02:16: Ich hatte euch ja vorgestellt, das ist ja also wirklich, dass der ganze Wohnmobil ist voll.

00:02:20: Wohnmobil, wenn wir auch noch gleich kennenlernen.

00:02:22: Kinder da, wo soll's?

00:02:23: Ich sehe vier Köpfe da immerhin und her wackeln.

00:02:26: Wie geht's euch denn?

00:02:27: Wie gefällt euch die Reise?

00:02:28: Wie gefällt dir die Reise?

00:02:30: Das kannst du sagen, Elias.

00:02:31: Fällt mir.

00:02:31: Schon so.

00:02:33: Und dir, Louis?

00:02:34: Ja, mir gefällt's auch gut.

00:02:36: Am

00:02:36: Anfang eine

00:02:37: Umstellung,

00:02:38: aber... Mittlerweile

00:02:39: ist es ganz

00:02:39: okay.

00:02:40: Wir merken schon, da geht es also auch altestechnisch.

00:02:42: Wirklich von ganz klein bis ganz groß.

00:02:45: Niklas, wie alt bist du?

00:02:47: Zwei.

00:02:47: Also wir fangen mit dem kleinsten an, der ist zwei.

00:02:50: Wer kommt dann?

00:02:51: Elias, wie alt bist du?

00:02:53: Drei.

00:02:53: Drei.

00:02:54: Und

00:02:54: du, Julius?

00:02:55: Fünf.

00:02:55: Mach zusammen.

00:02:56: Sechzehn, oder?

00:02:57: Du ist

00:02:58: genau.

00:02:58: Also, wie die Orgelpfeifen seid ihr da aufgereiht?

00:03:02: Meine ganz blöde Frage, ist denn keine Schule?

00:03:04: Gut, mein Kleinje geht noch nicht zur Schule.

00:03:06: Beim Großen, du bist schon fertig mit der Schule oder wie macht ihr das?

00:03:09: Ja, genau, ich komm auf eine Ausbildung.

00:03:11: Als was?

00:03:12: Als Einzelhandelkaufmann.

00:03:14: Und die fängt dann an nach eurer Reise, oder wie?

00:03:16: Die lasse ich so ein bisschen nebenherlaufen.

00:03:18: Ich schieße dann alles von der Schule zugeschickt online und ich

00:03:22: arbeite gestern.

00:03:24: Okay, und wie ist das so, wenn du arbeiten musst, wenn du lernen musst und die anderen gehen an den Strand?

00:03:28: Kommt die handelsgarten noch nicht zu dir?

00:03:30: Schwierigeren

00:03:31: an weißes

00:03:31: Klausen, das ist

00:03:32: schwer, mich zu konzentrieren.

00:03:36: Jetzt beschreib doch mal euer Wohnmobil.

00:03:38: Wir sind jetzt hier verbunden über das Internet, über Zoom.

00:03:40: Ich sehe einen kleinen Ausschnitt, ich sehe Vorhänge, ich sehe Bilder an den Wänden, aber das war's dann auch schon.

00:03:46: Wie groß ist der Kasten?

00:03:47: Was ist es für eins?

00:03:49: Wie viele Kilometer hat der schon drauf?

00:03:51: Wer fährt das Traummobil?

00:03:53: Also, wir hatten letztes Jahr ein kleineres und da hatten wir ein Wintercamping gemacht, eine Woche.

00:03:58: Und dann hatten wir geklärt, dass das einfach zu sechst, auch ein bisschen eng ist, im Siegmeternlänge.

00:04:03: Und dann haben wir so rein zufällig ein großes gefunden, in dem wir jetzt auch sitzen, mit zehn Meternlänge und zehn Tonnen.

00:04:12: Und

00:04:12: im Jahr vorher einfach mal einen LKW-Führerschein gemacht, der jetzt auch gute Dienste leistet.

00:04:17: Gut, das war auch immer dein Traum.

00:04:19: Das

00:04:19: war auch immer mein Traum.

00:04:21: Ja, weil irgendwie hat's was, wenn wir dann so was so ein bisschen vom Fracker kümpfen.

00:04:26: Das ist eine MAN-Basis und wir haben mit hundert zwölf tausend gekauft, neunzehn Jahre alt, der zweiter zwanzig Jahre alt und ist gerade eingelaufen.

00:04:37: und jetzt haben wir schon zehntausend Kilometer fast draufgefahren in einem Jahr.

00:04:42: Okay, aber das ist ja für so eine Maschine, ist das ja fast gar nichts.

00:04:45: Ist ja fast noch jungfreulich oder verbringt neu.

00:04:48: Ja, richtig.

00:04:48: Ging auch alles gut.

00:04:49: Außer dann das gleiche Mal Korschen, da waren wir gerade über der Grenze, dann hat es mal vorne ausgeraucht, nach langem Suchen überlegen, was dann doch nur eine Stromverbindung für Snavi, die irgendwie einen Kottstoß bekommen hat.

00:05:01: Aber ansonsten läuft der super.

00:05:02: Ja, aber wir sind schon einmal kurz rausgesprungen und das, was wir geraucht haben vorne.

00:05:06: Ja,

00:05:06: ich glaube, das können wir nachvollziehen.

00:05:08: Wenn es vorne rechts rausraucht, dann sollte man hinten links rausspringen.

00:05:12: Aber erst mal bremsen.

00:05:13: Also zehn Meter lang, zehn Tonnen.

00:05:15: Wie viel Zimmer hat das dann?

00:05:17: Hat da jeder sein eigenes Zimmer?

00:05:18: Nee, so viel Platz ist ja nur nicht, oder?

00:05:20: Also einmal gibt es hinten großes Bett, dann kommt das Bad, dann kommt Küche, Wohnraum, in dem wir jetzt hier sitzen.

00:05:27: Und dann ist da oben hinterm Vorhang nochmal den Alkrofen, wo auch nochmal Platz ist.

00:05:32: Also ihr könnt aber alle gleichzeitig schlafen, das muss nicht irgendwie in Schichten dann geschlafen werden oder so.

00:05:37: Das war früher so.

00:05:38: Okay, mittlerweile, wenn die Sonne untergeht, ist dann Nachtruhe dann oder so.

00:05:42: Ja, die zwei Hauptpläten haben jeweils zwei auf zwei Meter.

00:05:45: Okay.

00:05:45: Und da liegen

00:05:45: wir dann immer zu dritt, da mache ich mich dann drin morgen.

00:05:48: Und

00:05:48: der Hund, wo schläft er?

00:05:49: Wo

00:05:49: schläft die Clio gerne?

00:05:50: Also, da hab ich gar nicht.

00:05:52: Ja, wir können den Tisch runter schieben und dann schlafen da die Kinder auf so einer Matratze.

00:05:56: Ja.

00:05:56: Und da kommt der Hund auch gerne, die Clio.

00:05:58: Da

00:05:59: schläft sie da, mal in ihren Köpfen.

00:06:01: Das ist ja cool.

00:06:02: Ihr seid ja Menschen, die im richtigen Leben auch einen ganz normalen Job dann irgendwo haben.

00:06:06: Also Lizzie, du bist Kinder- und Jugendcoach, Torbi, du hast ein Sportgeschäft und da kann man ja nicht einfach mal so diesen Hp-Kerkeling machen.

00:06:14: Ich bin da mal weg.

00:06:14: Also das muss ja auch irgendwo vorbereitet werden und man braucht ja irgendwo einen Zielen, einen Grund zu sagen, ich bin jetzt mal weg.

00:06:20: Warum macht ihr diese Reise?

00:06:22: Also in unseren Köpfen war es eigentlich schon sehr, sehr lang, dass wir gerne mehr Zeit als Familie hätten, weil wir ja doch, wie du sagst, arbeiten.

00:06:30: Es gibt Kindergarten, Schule, etc.

00:06:32: Aber da Louis ja noch in der Schule war, war es wirklich schwierig und eigentlich unmöglich, länger wegzugehen.

00:06:37: Kämpfen tun wir schon immer, aber so auf längere Zeit.

00:06:40: Und als klar war er, macht jetzt den Realschulabschluss, ist diese Lücke entstanden.

00:06:44: Bevor die Kleinen in die Schule kommen und der Louis diese Online-Möglichkeit hat jetzt, konnten wir jetzt sagen, okay, jetzt ist dieses Jahr ... Jetzt können wir gehen und einfach nochmal die Zeit genießen, wo der Große mit uns Zeit verbringen will.

00:06:57: Meistens.

00:06:58: Und die Kleinen ja einfach noch nicht schulpflichtig sind.

00:07:01: Also wir einfach diese Familienzeit absolut in den Fokus legen können.

00:07:05: Und das ist auch der Grund, warum wir gegangen sind.

00:07:07: Weil zu Raubel hat man ja auch noch viel anderes zu tun.

00:07:10: Und wenn wir einfach sagen, hier ist ein schöner Ort und wir bleiben jetzt hier zwei Wochen, dann wäre nicht viel mehr als den Strand und uns selbst.

00:07:17: Meine Kids, den habe ich das natürlich auch vorgestellt und die fragten dann so reflexartig, ja, wie ist denn das mit den Eltern so eng zusammen zu sein auf so lange Zeit?

00:07:26: Gut, ich habe dann reflektiert und habe auch ich als Vater und meine Frau, wir könnten diese Frage ja auch stellen umgekehrt euch.

00:07:33: Wie ist das mit den Kindern dann die ganze Zeit zusammen zu sein?

00:07:35: Klappt das oder gibt es auch mal Reibereien?

00:07:37: Frage an alle.

00:07:39: Wahrscheinlich auch nicht unbedingt viel mehr als zu Hause.

00:07:42: glaube ich nur in erster Linie, dass mein Kinder halt doch den ganzen Park hat.

00:07:46: Und diese Verbindung sich auch ein bisschen ändert, weil im Kindergarten sind sie ja morgens erst mal theoretisch weggesorgt, aufgeräumt.

00:07:54: Und man hat dann eben da mehr die Zeit für sich selbst und die fällt jetzt halt einfach komplett weg.

00:07:59: Und das muss man glaube ich erst mal so ein bisschen lernen oder spüren, weil das dann eben die große Umstellung ist, dass wir wirklich dann vierundzwanzig Stunden beisammen sein können.

00:08:08: vor allen Dingen, wenn es regend müssen wir.

00:08:10: Und ansonsten ist natürlich auch die Möglichkeit, dass die Kinder auch, wenn den schönen Strand haben wir jetzt, dann sind die auch mal draußen und spielen auch mal dann ganz zufrieden und ohne irgendwelche Pflichten und Aufgaben.

00:08:22: Und dann entspann sich das auch wieder.

00:08:24: Aber bei Regendagen, wenn dann alle zusammen sind und jeder so seine Bedürfnisse hat, ist es nicht ganz einfach immer.

00:08:30: Das ist richtig.

00:08:31: Ich glaube, das können wir uns auch irgendwie alle vorstellen, weil wir sind ja alle durch diese Corona-Pandemie gegangen.

00:08:36: Und das haben wir dann auch auf einmal eingesperrt.

00:08:39: Aber ihr macht das ja freiwillig und ihr macht das auch an den schönsten Plätzen.

00:08:42: Wir haben mal geguckt, Kräter ganz im Süden, diese kleinen Buchten, wo ihr jetzt da seid.

00:08:47: Also herrlich, da kommen auch bei mir Erinnerungen hoch, wenn ich richtig ein bisschen neidisch.

00:08:51: Wo steht ihr denn da eigentlich?

00:08:53: Steht ihr auf Campingplätzen oder stellt ihr euch einfach irgendwo an Straßenrand?

00:08:57: Hier

00:08:58: stehen eigentlich immer frei.

00:08:59: Die Campingblitze haben im Winter fast alle zu.

00:09:01: Wir waren jetzt in den drei Monaten, die jetzt unterwegs sind, waren richtig in der Lehrfalt.

00:09:10: Also Campingblitze waren wir nur um Wäsche zu waschen, weil das ist ein bisschen ein Problem.

00:09:13: Wir müssen ja auch einmal im Monat zumindest noch ein Lidar haben.

00:09:17: Und das dreht meistens noch auf Campingplätze.

00:09:19: Okay, cool.

00:09:20: Ja,

00:09:20: aber sonst stehen wir immer frei.

00:09:22: Also das heißt meistens ganz nah am Strand.

00:09:24: Wenn wir rausgehen, sind wir auf dem Sand.

00:09:26: Oder wir stehen auf einer schönen Aussichtsplattform.

00:09:29: Oder an einer netten Taverne.

00:09:31: Wenn wir die Leute fragen, wollen die sich auch immer sehr ins Aufzunehmen.

00:09:35: Da hat man nettes Abendessen zusammen.

00:09:37: Immer nah zu den Einheimischen.

00:09:39: Die Griechen, die sind ja auch... Was heißt Griechen?

00:09:41: Ich habe ja eingangs gesagt, wo ihr da lang gefahren seid, das sind ja alles Menschen, die extrem kinderfreundlich sind, oder?

00:09:47: Absolut.

00:09:48: Sind die Griechen hier sehr freundlich zu euch?

00:09:51: Ja.

00:09:51: Was kriegt ihr denn immer geschenkt?

00:09:53: Vielfalt, die eine, die sich auch als Deutscher hat uns die ganzen Bombs geschenkt.

00:09:58: Viele Mandarinen, Orangen haben wir schon geschenkt bekommen, oder?

00:10:01: Fisch und Schrims haben wir schon geschenkt bekommen.

00:10:04: Ganz viel Fisch, was

00:10:05: da tun Fisch.

00:10:06: Ist ja herrlich.

00:10:07: Das bringt mich natürlich sofort zum nächsten Thema Weihnachten.

00:10:10: Bei uns gibt es natürlich keinen Schrimms- und Tunfisch zu Weihnachten, sondern bei uns gibt es dann die Ganz.

00:10:15: Ich glaube, da sind wir dann nicht allein.

00:10:16: Aber wie feiert ihr denn dieses Jahr Weihnachten?

00:10:21: Wir haben lange überlegt,

00:10:24: ob Stadt, Zivilisation oder Outback.

00:10:29: Wir haben dann eigentlich entschieden, dass wir im Nirgendwo... Tatsächlich, Weihnachten feiern, aber wir wissen bis jetzt noch nicht wo.

00:10:37: Es sind ja noch ein paar Tage, ist ja nicht mal mehr eine Woche.

00:10:40: Also herrlich, also Völlige frei hat, aber eins ist sicher nicht im Stall, sondern im Wohnmobil.

00:10:46: Genau.

00:10:47: Ja, ja, wir wollten draußen am Strand eigentlich im Lager voller machen und Stockfisch machen.

00:10:52: Cool.

00:10:53: War so der Plan.

00:10:55: Aber noch Fisch und die geeignete Location.

00:10:58: So wie ich euch jetzt kennengelernt habe, werdet ihr alles finden, nicht nur den Fisch, sondern die geeignete Location.

00:11:03: Was sagen denn eigentlich eure Leute daheim dazu?

00:11:06: Was sagen die Verwandten, die Freunde, die Großeltern?

00:11:09: Sind alle weg und ihr feiert Weihnachten irgendwo?

00:11:12: Könnte uns doch nicht antun.

00:11:13: Gab's da Diskussion?

00:11:15: Also bei meinen Schoen, die finden es einfach sehr schade, dass die jetzt quasi das nicht miterleben können mit ihren Enkelkindern.

00:11:21: Dobis Eltern sind eh immer unterwegs, laufeisende.

00:11:24: In Spanien mit da.

00:11:25: Aber an Sicht gönnen es uns alle auch von Herzen und freuen sich, dass wir eben diese Möglichkeit haben, doch mal so zusammenzuwachsen bei all den Herausforderungen, die wir natürlich haben.

00:11:34: Dann haben wir auch ganz, ganz viel Schöne.

00:11:37: Familienzeit.

00:11:38: Schön, dass du Familienumente hast.

00:11:40: Julius, was machst du?

00:11:41: Den Stein.

00:11:42: Okay, genau.

00:11:43: Wir sammeln ganz viele Steine, Muscheln, Schätze.

00:11:46: Und ja, das ist einfach so besonders, denke ich.

00:11:49: Einfach diese Zeit, die prägt ja uns als Familie ganz arg.

00:11:52: Das schätzen wir eben sehr.

00:11:53: Wie plant ihr eigentlich?

00:11:54: Oder ich höre schon raus, eigentlich plant ihr gar nicht.

00:11:57: Also jetzt so nächstes Etappenziel, das vielleicht noch, aber so Fernziel.

00:12:02: Wie geht ihr da vor?

00:12:03: Wie gehen wir da

00:12:05: vor?

00:12:06: Also ich fahre nur.

00:12:08: Ja, das ist ja vernünftig.

00:12:09: Es hätte Moses damals auch machen sollen, hätte eine Frau an seiner Seite haben sollen, die ihm sagt, wo es lang geht.

00:12:14: Die gab es nicht, deswegen sind sie da vierzig Jahre durch die Wüste geirrt.

00:12:17: Passiert euch nicht.

00:12:18: Das heißt, das ist so ein Navigator und Maschinist sozusagen.

00:12:23: Ja, doch ist das so Matrix-Strecken.

00:12:25: Ja, wir fahren jetzt nicht mehr hergekommen mit einer Küstenstraße, die eigentlich nur zwei Meter fünfzig breit ist und einen Abfang runter geht und irgendwie sind wir doch angekommen.

00:12:35: Es ist schon immer abenteuerlich, aber meistens planen wir nach Wetter.

00:12:38: Wo ist gerade gutes Wetter?

00:12:40: Das ist, glaube ich, auch das alles Entscheidende.

00:12:42: Wo ist das nächste gute Wetter?

00:12:44: Ich meine, auf Kreta kann man es lange aushalten.

00:12:47: Was ist so das grobe nächste Ziel?

00:12:50: Gibt es dann weiter in Richtung Türkei, oder?

00:12:52: Das ist in den Sternen.

00:12:53: Also ja, wahrscheinlich jetzt erst mal aus Tretat, da bleiben wir sicherlich ein, zwei Monate, weil es einfach wirklich wunderschön ist und wir auch auf diese Ruhe brauchen.

00:13:02: Wir schauen uns viel an, erleben viel, viele Abenteuer, machen viel Sport und dann brauchen die Kinder auch Zeit mal anzukommen an einem Ort.

00:13:10: Das heißt, wir sind schon langsam unterwegs und nach Kreta werden wir entweder Richtung Türkei ziehen oder Richtung Italien, wo es uns dann hinzieht.

00:13:18: Wir finden auch Süditalien und Sizilien noch reizvoll.

00:13:21: Mit Sicherheit.

00:13:21: Habt ihr denn nicht eigentlich auch die Sorge, naja, irgendwann müssen wir auch mal wieder zurück in unsere Jobs, in unsere Heimat, dass so eine Art Karte sich dann breit macht?

00:13:31: Im Moment ist ganz weit weg, fühlt sich noch ganz gut an, glaube ich, ja.

00:13:36: Aber ich denke, wenn es dann so weit ist, freut man sich dann auch wieder nach Hause zu kommen und alle dann zu gucken, wie sieht's im Garten aus?

00:13:42: Sind die Hühner gewachsen?

00:13:43: Ich glaube, das ist ja auch immer schön.

00:13:45: Ich glaube, von jedem Urlaub ist man froh, wenn man geht, aber ich glaube, wenn man dann so weit ist, jetzt geht es nach Hause, freut man sich ja auch immer wieder.

00:13:52: Allein um alles wieder zu sehen, weil so langsam geriet auch, glaube ich, dieses Invergessenheit ein bisschen.

00:13:57: Ich habe kurz mal überlegt, wie sieht denn das Haus eigentlich aus?

00:13:59: Wo ist was?

00:14:00: Und das verblasst so ganz langsam, weil man ständig mit den anderen Ortschaften, mit den Namen und so vertraut ist, dass ich überlegt habe, der Haar, der du ist, nach der Fahrschuhe geschaut.

00:14:10: Und jetzt, wie hieß die der Ort nochmal?

00:14:12: Ja, das verblasst so ganz langsam, was ich eigentlich gerade wirklich interessant finde.

00:14:16: Und dann ist vielleicht das Zuhause auch wieder ganz fern, wenn man dann wieder ankommt.

00:14:19: Interessanter als Weg, Mensch.

00:14:21: Jetzt ist ja nicht nur Weihnachten, es ist ja auch Jahreswechsel.

00:14:24: Und da blickt man ja voraus und gleichzeitig zurück.

00:14:27: Wenn ihr das so reflektiert, was wäre euer größter Wunsch?

00:14:32: So größter Wunsch ist vor allem, also was wir jetzt auch sehr schätzen, ist die Gesundheit.

00:14:38: Wir sind alle einfach gesund.

00:14:40: Wir haben im Winter immer das Thema mit Kindergarten und Schnupfen und hier eine Grippe.

00:14:44: Da war es, dass die Kinder ganz viel heimbringen.

00:14:46: Wir sind einfach gesund und so darf es weitergehen.

00:14:49: Das ist für mich mein persönlich größter Wunsch und bringt auch ganz viel Ruhe und Harmonie bei uns rein.

00:14:56: Und ich wünsche mir persönlich, ich weiß nicht, wie es für euch ist, wenn wir nach Hause kommen und wir haben ein schönes Zuhause, wir freuen uns auf unser Zuhause, dass wir diese Leichtigkeit, die wir hier leben, diese Freiheit, dieses, was machen wir heute, was erleben wir heute.

00:15:09: dass wir das ein bisschen in unseren Alltag mehr mitnehmen dürfen und nicht wieder einen Termin nach dem anderen abklappern oder in den Form von Stress wiederkommen, die ja auch gut tut.

00:15:19: Wir arbeiten beide sehr gerne, aber es darf eben leicht sein.

00:15:23: Das wünsche ich mir für uns.

00:15:25: Ich glaube, das können wir alle so unterschreiben.

00:15:27: Da brauchen wir gar nichts mehr hinzuzufügen.

00:15:29: Und ich würde sogar soweit gehen, wenn ich mich jetzt an unsere Hörerinnen und Hörerwände drückt euch diesen Satz, den Lizzie gerade gesagt hat, diesen Wunsch.

00:15:38: Drückt euch den aus, so groß es geht, so bunt es geht und nagelt den euch an irgendeine Wand, weil das ist wirklich schön, diese Leichtigkeit hinüberzunehmen in den Alltag.

00:15:50: Lissi, Tobias, Elias, Julius, Louis, Niklas und der Vibrena Cleo auf Weltreise Jetzstation auf der herrlichen Mittelmeerinsel Greta.

00:16:01: F-Jaristo, euch noch eine schöne Zeit, jetzt vor allen Dingen schöne Weihnachten mit Stockbrot, Fisch, Schrimms, Lagerfeuer am Strand, einen schönen Jahreswechsel.

00:16:12: Bleibt gesund, genießt diese Familienzeit und ich hoffe, dass dein Wunsch in Erfüllung geht, dass du diese Leichtigkeit mit hinübernimmst dann ins Richtige Leben.

00:16:23: Jetzt lasse ich euch aber allein oder nicht allein.

00:16:26: Ihr seid ja da.

00:16:27: Das ganze Wohnmobil ist voll.

00:16:28: Ich bin hier allein in meinem Studio bei Börsenradio.

00:16:31: Ich danke euch.

00:16:32: Schöne Zeit.

00:16:33: Bleibt gesund.

00:16:34: Ja,

00:16:35: vielen Dank.

00:16:35: Einen schönen Abend.

00:16:37: Tschüss.

00:16:41: Das war der

00:16:41: Iconic

00:16:42: Campers Podcast.

00:16:44: Entspannung pur auf Ihrer Reise.

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